Ein Meilenstein mehr

Bericht: Daniela / Fotos: Stephan


mein erstes Monatstreffen – Sternstaub hat es gerieselt

Liebe Frauen

Was war ich aufgeregt, ganz schrecklich aufgeregt – und kaum unterbrochen tanzten meine Füsse hin und her seit meiner Anmeldung zum Märztreffen. Sicher 10 x habe ich die Doodleumfrage aufgemacht, mit Herzklopfen wieder geschlossen und im Gleichtakt schon bereut, mich nicht eingetragen zu haben. An einem Abend spät lies ich mein Bauch dann endlich entscheiden…wie so oft im Leben, und im Wissen, das kommt schon gut.
Mein erstes Mal – endlich endlich überwand ich diese Hürde, die sich nicht nur Angst nennt – ich hatte höchsten Respekt davor. Ob ich genügen werde, mit meiner Art und Intensität Frau zu sein – ob ich wohl auch gefallen werde? Mit Minijupe und viel Bein und 11.6 cm über Boden stöckelnd – ach Kinder, ihr kennt diese Fragen wohl alle auch.

Gut vorbereitet wollte ich auftreten – nicht in der Eile mich vor Ort stylen – also habe ich mir einen freien Nachmittag gegönnt. So habe ich mich um halb zwei schon fein zurecht gemacht und gönnte mir eine Shoppingtour im Gäupark Egerkingen. Da kennen mich inzwischen ein paar Verkäuferinnen – wie schön, etwas wie Heimat für mich. Vor einem Jahr war das auch ein Meilenstein – das erste Mal aufgebrätzelt Outdoor zu stöckeln. Ach – ich war damals noch viel nervöser – mir ist das Herz vor Aufregung fast in mein Satinhöschen gerutscht – meine Güte, war das ein emotionaler Höhenflug.

Zurück zum Tag – mit Schneetreiben begleitet fand ich den Eingang, eine ganze Stunde zu früh – ich konnte es kaum erwarten und war also viel viel zu früh vor Ort. Flugs nach einem ersten Vorstellen, ich sei neu da, wo ich denn die Garderobe finde, erhielt ich von der Dame an der Rezeption mit einem freundlichen Lächeln die Zimmerkarte – der erste Eindruck war gut. Und als ich die kleine Lobby sah – ah, da treffen wir uns also – wurde ich ruhiger und stöckelte die Treppe hoch zum Zimmer. Mit Freude traf ich da schon eine erste Frau, die noch ganz im Stylingprozess vor dem Spiegel stand und mich herzlich begrüsste – das tat gut, ich konnte endlich ankommen. Merci dir für den freundlichen Empfang.

Meine Füsse aber tanzen vor Nervosität noch immer – so entschloss ich mich in der Lobby zu warten, auf und ab zu gehen – mich abzulenken.

Meine Augen strahlten, dass da schon jemand war – und welch Glück ich hatte – eine herzenswarme Frau – ach, und eine schöne Frau –hat mich liebevoll willkommen geheissen und sie hat mich verzaubert mit ihrem Funkeln in den Augen. Wie eine Gotte sozusagen, hat sie ganz gut zu mir geschaut – auch Händchen gehalten, als ich das grad brauchte – das war der Fall, als sich die Lobby mit den vielen Mädels zu füllen begann.

Ich fühlte mich gut – auf Anhieb angenommen – mein Herz fand schnell den Draht und machte sich auf.
Es war ein wunderschöner Abend. Viele interessante Geschichten aus dem Leben von uns Mädels durfte ich mithören, nah sein, und ich durfte von mir erzählen – was mich plagt und was mich glücklich macht – wo und wie ich mein Frausein lebe – was stimmig ist und was Sorgen macht.
Und das Fotoshooting war einmalig neu für mich – meist machen Verkäuferinnen ab und wann ein Föteli von mir – dann, wenn ich ganz smart danach frage – hihi. Eine solche Ansicht ziert meinen Bericht – das ist eines meiner Lieblingskleidchen im Fall – das trägt sich einfach herrlich.
Ja – solche Momente sind selten – mit ganz wenigen Menschen bin ich persönlich so auf dieser intimen Ebene in Kontakt – ich habe die Stimmung aufgesaugt. Schöne neue Kontakte habe ich bekommen, Einladungen an anderen Anlässen teilzunehmen erhalten, fein gegessen haben wir, einen leckeren Rotwein hat das Abendessen auch verfeinert – und ganz versüsst hat mir mein schönes vis à vis beim Essen – ach, wie schnell man doch offen und ungeschminkt sein kann, wenn die Ebenen des Seins sich berühren – wenn das Augenfunkeln die gleiche Frequenz erreicht. Dich du warme herzliche Frau habe ich sehr genossen. Dankeschön!

Solche Momente, so wie ich sie mit euch Frauen erleben durfte, gehören zu den ganz Grossen – dann singt meine Frauenseele, meine Augen funkeln und ich bin umhüllt mit Sternstaubpuder von der ganz feinen Sorte.

In einem Forum zu meinem Profil steht die Frage, was ich für Träume habe. Ich sage dazu, ich lebe meinen Traum – step by step – immer mehr – einfach feminin und glücklich zu sein. Am Märzabend mit euch ist ein Traum in Erfüllung gegangen – ein Meilenstein für mich, das mich auch ermutigt weiter zu machen, meinen Weg zu finden. Es ist schön zu spüren, dass man da mir sich nicht allein ist.

Singend fuhr ich nach Hause – ein Auge mit einer glücklichen Träne – das andere mit einer leisen nach innen fliessenden Träne – der Abend hat mich eben schon sehr tief berührt. Es tut es auch jetzt, wo ich in Erinnerung mein Bericht taste – meine Augen sind etwas feucht. Wenn mein Bericht jemand erreicht, der sich auch geniert sich anzumelden, Angst hat einen Schritt weiter zu gehen, dann hat das Texten hier durchaus seinen Sinn – Augen zu und los – folge deinem Wesen.

Danke Danke Danke euch Frauen – euch Organisatorinnen und Engel hinter den Kulissen – gern wieder – keine Frage.
Herzlichst, eure Daniela